Ein herzliches Grüß Gott in der Pfarrei
 St. Laurentius in Thalfingen sagt Ihnen
 Ihr Pfarrer Sebastian Nößner

Neue Ordnung für den Besuch des Gottesdienstes.
Beim Besuch des Gottesdienstes müssen auch die Mitfeiernden ab sofort FFP 2 Masken tragen.

 

Folgende Informationen stammen von Norbert Ritter - Gemeindereferent

Warum sich nichts mehr tut auf der Homepage?

Ein halbes Jahr lang keine neuen Einträge auf der Homepage, das kann nicht sein - in der Kirche bewegt sich nichts mehr!?

Es liegt daran, dass ich als Gemeindereferent länger im Krankenstand bin und diese Homepage betreue. Aber unsere Pfarreiengemeinschaft ist trotzdem noch lebendig und aktiv nur nicht mehr so laut und in den Medien vertreten:

  • Im Hintergrund laufen Auseinandersetzungen über die Gestaltung von Kinder und Familiengottesdiensten zu Weihnachten (Krippenfeiern usw) in der unsicheren Corona Situation.
  • Vorbereitungen zur anstehenden Pfarrgemeinderatswahl
  • Gestaltung und Durchführung eines Pfarrbriefes auf Weihnachten.
  • Auseinandersetzungen mit dem synodalen Weg: Synodaler Prozess 2021-2023 - Bistum Augsburg (bistum-augsburg.de)
  • Und natürlich werden weiterhin regelmäßig Gottesdienste in allen Gemeinden gefeiert.

Falls Sie meinen es bewegt sich nichts mehr in unserer Kirche, gebe ich Ihnen noch ein paar Herbstgedanken mit auf den Weg:

Herbstgedanken von Norbert Ritter!

„Es knospt unter den Blättern. Das nennen sie Herbst.“ Das Gedicht von Hilde Domin kam mir in diesen Tagen wieder in den Sinn. Auch dieses Jahr: am Ende eines ereignisreichen Sommers färben sich die Blätter, fallen von den Bäumen und die Tage werden kürzer, Herbst. Wir gehen auf die Gräber und erinnern uns an unsere verstorbenen Angehörigen.

Diese Zeit ist nicht einfach zu bestehen – sie erinnert daran, dass wieder ein Jahr vergeht, ein Jahr des Lebens und die Probleme in der Kirche und in der Welt können uns ziemlich verzweifeln lassen.

Für mich wäre jetzt die arbeitsintensivste Zeit mit Planungen für die Erstkommunion und Firmung, Advent, Weihnachten und und und… Aber ich befinde mich immer noch im Krankenstand und werde den ganzen Dezember auf Reha sein – zum Ruhig sein gezwungen, auf sich selbst zu schauen und langsam mit Übungen den Arm wieder in Bewegung bringen. Geduld zu haben mit sich und den Umständen fällt mir nicht leicht und ich kann nur den Blättern beim Fallen zusehen.

Hilde Domin sieht in diesen Zeiten etwas Anderes, sie sieht weiter. Es knospt unter den Blättern, schreibt sie und lässt mich hoffend werden bei all den Auseinandersetzungen in unseren Pfarreien, in unserer Diözese, in der Kirche. Es lässt mich hoffen, dass bei all dem Stillstand in der Kirche etwas Neues entsteht. Pfarrer Wolfgang Beck sagte neulich im Wort zum Sonntag: Nichts wird sich in der Kirche ändern und weil sich nichts ändert, ändert sich alles. Das hat mir sehr gefallen und lässt mich, wie Hilde Domin nicht nur Blätter fallen, sondern Knospen sehen in den kleinen Bewegungen und den Auseinandersetzungen in der Kirche, dem synodalen Weg, den Rücktrittsgesuchen mancher Bischöfe, den Freistellungen hoher Geistlicher in unserer Diözese. Vielleicht braucht es hierfür zuerst einmal einen Stillstand und den Schmerz der fallenden Blätter.

So denke ich auch für mich, werde ich im Januar nicht mehr immer weiter so arbeiten können und wollen. Ich kann nicht 4 Monate der Arbeit in der Pfarrei nachholen. Ich kann mit Ihnen und Euch zusammen diese jungen Knospen suchen, hegen und pflegen, die uns gemeinsam auf einen Weg in die Zukunft führen. Ich möchte für uns und für unsere Kinder wieder diesen menschenfreundlichen Gott entdecken, spüren und feiern, der uns in Jesus an Weihnachten entgegenkommt, in unsere Armseligkeit und in die Not der Welt.

Zünden wir dafür ein Licht an, an den Gräbern, an Sankt Martin, im Advent und vor allem an Weihnachten. Und im neuen Jahr können wir uns wieder gemeinsam auf den Weg machen in den Frühling hinein, dem Osterfest entgegen… Es knospt - spürst du es nicht?

Euer Gemeindereferent
Norbert Ritter

 

 

Eine neue Regenbogenfahne weht wieder in Thalfingen

Liebe Gemeinde,

die neue Fahne mit dem Spruch: „Mein Gott liebt jeden Menschen“ weht jetzt über den Kirchplatz in Thalfingen und zeigt weiterhin, dass der Pfarrgemeinderat mit großer Mehrheit für die Möglichkeit der Segnung homosexueller Paare und gegen die Verlautbarung der Glaubenskongregation steht:

Mit großer Mehrheit angenommene Stellungnahme  des Pfarrgemeinderates St. Laurentius

In und über die katholische Kirche wird augenblicklich aufgrund der Verlautbarung des Vatikans zur Frage einer möglichen Segnung gleichgeschlechtlicher Paare intensiv und kontrovers diskutiert.

Wir können diese ablehnende Haltung UNSERER Kirche gegenüber der Segnung homosexueller Menschen in einer liebenden und treuen Beziehung nicht akzeptieren und sind empört darüber, dass die Verlautbarung der Glaubenskongregation den Segen Gottes als exklusives Instrument benutzt. Der Segen Gottes gilt allen Menschen, entsprechend sind unsere Kirchengemeinden Orte, an denen jeder Mensch willkommen ist.

Wir sind es leid, „an der Basis“ ständig Scherben zusammenkehren zu müssen und können der gegenwärtigen Entwicklung nicht teilnahmslos zusehen. Wir begreifen unsere Kirchengemeinde in ihrer ganzen Vielfalt und Buntheit als Gemeinschaft von Menschen, die als Ebenbilder Gottes die gleiche Würde teilen und sich in gegenseitiger Wertschätzung auf Augenhöhe begegnen sollten. Dies hat Jesus uns vorgelebt und in seinem Handeln gezeigt. Das ist auch Grundlage unseres gemeinsamen kirchlichen Handelns.

Gott ist größer als unser Herz, und Kirche ist größer als die Glaubenskongregation.

Mit dieser Aktion will der Pfarrgemeinderat weiterhin „Flagge“ zeigen. Wir danken um den großen Zuspruch, wissen aber auch um die verschiedenen Meinungen und wollen nach wie vor zu einem offenen Dialog ermutigen. Schreiben Sie uns ihre Meinungen und Gedanken, die wir gerne auf unserer unserer Homepage unter "aktuelles" anonym oder mit Namen veröffentlichen werden. Wir behalten uns aber auch das Recht vor, beleidigende oder herabwürdigende Kommentare nicht zu veröffentlichen. Ich bin hierfür gerne ihr Ansprechpartner: Norbert.ritter(at)bistum-augsburg.de

 

Mit großer Mehrheit angenommene Stellungnahme  des Pfarrgemeinderates St. Laurentius

In und über die katholische Kirche wird augenblicklich aufgrund der Verlautbarung des Vatikans zur Frage einer möglichen Segnung gleichgeschlechtlicher Paare intensiv und kontrovers diskutiert.

Wir können diese ablehnende Haltung UNSERER Kirche gegenüber der Segnung homosexueller Menschen in einer liebenden und treuen Beziehung nicht akzeptieren und sind empört darüber, dass die Verlautbarung der Glaubenskongregation den Segen Gottes als exklusives Instrument benutzt. Der Segen Gottes gilt allen Menschen, entsprechend sind unsere Kirchengemeinden Orte, an denen jeder Mensch willkommen ist.

Wir sind es leid, „an der Basis“ ständig Scherben zusammenkehren zu müssen und können der gegenwärtigen Entwicklung nicht teilnahmslos zusehen. Wir begreifen unsere Kirchengemeinde in ihrer ganzen Vielfalt und Buntheit als Gemeinschaft von Menschen, die als Ebenbilder Gottes die gleiche Würde teilen und sich in gegenseitiger Wertschätzung auf Augenhöhe begegnen sollten. Dies hat Jesus uns vorgelebt und in seinem Handeln gezeigt. Das ist auch Grundlage unseres gemeinsamen kirchlichen Handelns.

Gott ist größer als unser Herz, und Kirche ist größer als die Glaubenskongregation.